Die Bedeutung der Hilfsmittelversorgung gegen Dekubitus

Wir schützen.
Mit dem richtigen Hilfsmittel.

Beratung, Bewegungsförderung, bedarfsgerechte Positionierung – und ein Hilfsmittel, das wirklich passt. Das sind die wichtigsten Maßnahmen gegen Dekubitus.

Warum wird das Hilfsmittel wichtiger, nicht unwichtiger? Weil sich die Pflegesituation dramatisch verändert – im häuslichen Umfeld wie in der stationären Pflege. Wenn Pflegekräfte oder Angehörige aus Zeitmangel keine ausreichenden manuellen Umlagerungen mehr leisten können, muss das Hilfsmittel diese Lücke schließen: Es muss die Positionierungsintervalle sicher verlängern.

Illustration einer Weichlagerungsmatratze
Illustration einer Weichlagerungsmatratze

Wichtige Kompensation pflegerischer Engpässe

Es gilt als gesichert: Eine wesentliche Ursache für den Anstieg der Diagnose Dekubitus liegt in unzureichend durchgeführten druckentlastenden Lagerungsintervallen. Dort, wo eine qualifizierte Risikoanalyse, Bedarfsermittlung und Beratung zum richtigen Antidekubitus-Hilfsmittel führt, lassen sich Lagerungsintervalle verlängern, Pflegende entlasten – und Dekubitus vermeiden.

Die Hilfsmittelversorgung ist damit kein reiner Sachkostenfaktor. Sie ist ein strategisches Werkzeug zur Kostensenkung und zur Sicherung von Versorgungsqualität.

Erfolg durch Fachlichkeit und Prozessqualität

Die undifferenzierte Einheitsversorgung vieler Sanitätshäuser führt nicht zum Ziel. Damit ein Hilfsmittel wirkt, braucht es einen qualifizierten Versorgungsprozess – von der initialen Dekubitusrisikoanalyse über die Bedarfsermittlung und Beratung vor Ort bis zur Nachbetreuung und Begleitung des Patienten.

Ein effektives Hilfsmittel wählt man nicht vom Schreibtisch aus. Der Leistungserbringer muss Grunderkrankungen, Fähigkeitsstörungen, Aktivitäts- und Mobilitätssituation, aktuelle Wundsituation sowie das pflegerische Umfeld und dessen Ressourcen berücksichtigen.

Die wichtigsten Kriterien für eine bedarfsgerechte Hilfsmittelauswahl gegen Dekubitus

  • Mobilitätssituation des Patienten, insbesondere seine Fähigkeit zur selbstständigen Umpositionierung und zum Halten einer Liegeposition
  • Grunderkrankungen und Fähigkeitsstörungen (Komplikationsrisiken, Nebenwirkungen)
  • Pflegerisches Umfeld (Umpositionierungsmaßnahmen, Transfersituation)
  • Begleitende Therapie- und Pflegeziele
  • Gewicht und Körperproportionen
  • Liege- und Schlafsituation (bei Matratzen), Sitzsituation (bei Kissen)
  • Aktuelle Wund- und Schmerzsituation
  • DIN-Normen, Hygienevorschriften

Fazit: Die Hilfsmittelversorgung gegen Dekubitus ist eines der zentralen Handlungsfelder, in denen Krankenkassen direkt hohe Kosten vermeiden oder einsparen können.

Wir sichern Prävention,
Prozessqualität,
Kostensenkung.